Neuer Style, neue Möglichkeiten!

Liebe Leser, endlich ist es soweit. Die Krawallursache hat ein neues Gesicht! Mit dem neuen Theme wird es nicht nur einfacher, Krawallursache zu lesen, auch neue Funktionen stehen jetzt zur Verfügung. So ist es jetzt unter anderem möglich, ein WordPress-, Twitter- oder Facebook-Konto zu nutzen, um Kommentare zu hinterlassen. Selbstverständlich kann auch weiterhin anonym kommentiert werden. Auch ist es jetzt leichter möglich, Antworten auf andere Kommentare zu erkennen, da diese eingerückt werden. Die Seitenleiste ist jetzt noch übersichtlicher, zeigt die beliebtesten Beiträge und ermöglicht das direkte Abonnieren des Blogs. Die Kategorien sind durch die Anordnung unterhalb des Titelbildes jetzt ebenso leicht zu erreichen, wie Seiten. Gleichzeitig mit der Krawallursache wurde auch meiner englischen Seite, www.bachsau.com ein neuer Anstrich verpasst. Nicht so persönlich, ist dort bald alles zu finden, was an Projekten so von mir entwickelt wird. Ich hoffe euch gefällt das neue Design, und schaut doch einfach mal rein! 🙂

SixXS und die Nameserver

Wer seine IPv6-Verbindungen über SixXS realisiert, hat sicher bereits bemerkt, dass keine Resolver bereitgestellt werden. Das ist zwar noch kein großes Problem, da man auch ohne solche Nameserver im Internet surfen kann. Allerdings ist es eher wahrscheinlich, dass IPv6 nicht ausgenutzt wird, da nicht alle IPv4-Resolver AAAA-Records ausliefern. Also stellt sich die Frage: Wo krieg‘ ich IPv6-Resolver her? Da ich kommerziellen DNS-Diensten nicht traue, und auch nichts davon halte, zusätzliche TLDs des Providers in meinem Namensraum zu haben, war meine erste Anlaufstelle SixXS selbst. Dort finden sich auf der Seite http://www.sixxs.net/tools/dnscache/ drei kontinentspezifische Domains für Resolver. Hinter jeder 1 bis 6 IP-Adressen, die man für Anfragen nutzen kann.

Leider waren meine Erfahrungen damit nicht sehr zufriedenstellend. Die Pingzeiten liegen Teilweise um die 200 ms, oder es kommt zu Paketverlust. Die schnellsten liegen zwischen 30 und 40 ms, wobei die Antwortzeiten aber stark schwanken. Alles in allem kein befriedigendes Internet-Erlebnis. Auf der Suche nach Alternativen kam mir dann die Idee: Die Tunnel-Provider selbst! In meinem Fall die NetCologne GmbH. Diese bieten in der Regel für ihre Privatkunden ja auch Resolver an, und wer Tunnel anbietet, bei dem ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass diese auch über IPv6 erreichbar sind. Auf der Seite werden zwar oft nur IPv4s angegeben, aber mithilfe von Reverse-DNS und anschließender Abfrage von AAAA-Records bekommt man die nötigen Informationen. Pingzeiten von 20-30 ms. Perfekt. Und stabil sind solche Server meistens auch. Ich kann also nur jedem empfehlen, sucht nach Nameservern eures Tunnelproviders!

Wenn das nicht klappt, kann man immernoch auf die öffentlichen Resolver von Google zurückgreifen:

  • 2001:4860:4860::8888
  • 2001:4860:4860::8844

Die sind zwar nicht so schnell, aber immernoch stabiler als die von SixXS. Wovon ich abraten würde ist, es mit den Nameservern irgendeines unbeteiligten Providers zu versuchen. Erstens sind diese wahrscheinlich so konfiguriert, dass sie keine Anfragen aus fremden Netzen beantworten, und zweitens, sollte das nicht so sein, wird es den Provider vermutlich ärgern, wenn Außenstehende ihre Resolver nutzen.

Wer auch die Server von Google nicht nutzen will, kann es immernoch bei seinem Anschlussprovider probieren. Vielleicht habt ihr ja Glück, und die bieten welche an.

Krawallursache bekommt ein Jetpack!

WordPress JetpackGerade habe ich auf der Krawallursache das „Jetpack“-Plugin aktiviert. Es kommt direkt von den WordPress-Entwicklern, und verbindet selbst verwaltete Blogs mit dem Service von WordPress.com. Jetpack ist eine Art Super-Plugin, dessen einzelne Funktionen nach der Installation getrennt aktiviert werden können. So werden jetzt z.B. die E-Mail-Benachrichtigungen über wordpress.com abgewickelt, und man wird sich auch von sozialen Netzwerken aus einloggen können, sobald das Theme dafür angepasst wurde. Das hat zwar den Nachteil, dass „die“ so gut wie alles mitkriegen, was auf der Seite passiert, ermöglicht euch dafür aber eine engere Verzahnung mit anderen Blogs, und eine höhere Reichweite. Das Wichtigste ist aber, dass ich hoffentlich in Zukunft ein paar Plugin-Sorgen weniger habe, da Jetpack mit WordPress entwickelt wird, und deshalb wohl kompatibel bleibt. Ein Kontakt-Formular ist auch dabei, und ersetzt bei mir Contact Form 7, das mir zuletzt beim Hochladen von Fotos in die NextGEN Gallery Probleme bereitet hat. „Die haben doch gar nichts mit’nander zu tun?“ – Stimmt. Trotzdem vertragen sie sich wohl nicht.

Der Euro als Projektion?

Wer einmal aufmerksam die Nachrichten verfolgt, der wird sicher schon bemerkt haben, dass sich zwischen Debatten um Schuldenkriese und Euro-Rettungsschirm auch immer wieder einzelne, höchst konservative Forderungen mischen: „Griechenland ausschließen!“, „De-Mark wieder einführen!“, „Euro abschaffen!“. Häufig natürlich vor allem von jenen Bevölkerungsschichten, die dem Geldmarkt so fern sind, wie die Erde dem Mars. Und die deshalb noch immer dem Trugschluss aufsitzen, den sie an den Supermarkt-Regalen zu erkennen glauben: Dass der Euro alles verteuert hat. Ein irrglaube, der einer umfassenden Betrachtung des Finanzmarktes nicht standhält. So wurden zwar Lebensmittel etwas teurer, andere Waren aber billiger. Den Euro gibt es auch schon seit 1998, die Europäische Währungseinheit schon deutlich länger. Doch erst mit der Einführung als Bargeld am ersten Januer 2002 wurde er für weite Bevölkerungsteile sichtbar. Geändert hat das freilich wenig, an seinem Wert, und dem Durchschnittspreis aller Waren.

Doch wenn man diese Forderungen liest, fühlt man sich unweigerlich daran erinnert, dass der Euro für Viele auch zehn Jahre später noch immer nicht das „richtige Geld“ ist. Und ein bisschen ist es ja auch so, denn die Mark gilt immernoch als Währung, und würde man jemand fragen, welches Geld wir in Deutschland hätten, wenn der Euro geht, wäre die Antwort: „Die De-Mark“. Menschen sind halt doch Gewohnheitstiere, und obwohl sie alle ständig von Forstschritt sprechen, tut der Mensch insgeheim doch nichts lieber, als ewig im Gestern zu verweilen.

Papiergeld und Münzen der deutschen Mark sind allerdings längst geschreddet und eingeschmolzen. Trotzdem scheint es, als sei sie nach wie vor die natürliche, zu Deutschland gehörende Währung, und der Euro nur „drüber gemalt“. Doch die De-Mark ist tot. Hoffentlich bald auch ganz.

Hätten wir sie wieder, und würde sie scheitern, so fiele die Antwort auf die Frage, welche Währung wir dann bekämen wohl nicht mehr so eindeutig aus. Und stellt euch vor, der Dollar stirbt. Womit bezahlt man in den einzelnen Staaten? Bestimmt nicht mit englischen Pfund! Denn die Probleme sind hausgemacht, im zerstrittenen Europa, das immer noch nicht so zusammen hält, wie es dem dritten Jahrtausend angemessen wäre. Die schnelle expansion Europas, gepaart mit dem noch immer nicht vorhandenen Gemeinschaftsgefühl, der fehlenden Bereitschaft, für andere Mitgliedsstaaten Verantwortung zu übernehmen, zeigt hier ihre deutlichste Auswirkung. Eine Nichtbeistands-Klausel meißelt das Ganze in Stein. Noch immer herrscht das Gefühl, dass „die Anderen“ nicht dazu gehören, und in einem Interview fragt die TAZ: „Erklären Sie doch mal den Wählern in der Bundesrepublik Deutschland, warum sie hierzulande die Schuldenbremse akzeptieren und gleichzeitig für die Schulden der Südeuropäer auf ewig mit haften sollen.“ Dabei ist die Antwort so einfach: Weil wir dazu in der Lage sind, und Europa zusammen gehört.

Fragt doch mal einen US-Amerikaner, warum er Anteil nehmen soll, an der finanziellen Situation eines anderen Bundesstaates. – Er wird euch vermutlich verständnislos ansehen. Denn der US-Amerikaner fühlt sich als Teil seines Bundesstaats, doch viel mehr noch, als Bürger der USA. Wenn die Welt zusammen arbeitet, wird sie für alle ein besserer Ort. Die EU ist der nächste Schritt. Nehmt sie an!

IPv6-Adressen werden knapp

Provokanter Titel, ich weiß. Aber ich dachte ich lass mal den Propheten raushängen, und schreibe die Schlagzeilen von Morgen. Zur Zeit benutzt zwar noch kaum jemand IPv6, aber kaum dass sich das ändert, wird der Spaß auch schon vorbei sein, weil uns nämlich die Adressen ausgehen.

WAS? sagen jetzt sicher Einige. Spinnt der jetzt total? Wir könnten damit 340282366920938463463374607431768211456 Computer adressieren! Und ja, es stimmt. Wir könnten. Und eben in der Möglichkeitsform liegt schon das Problem, denn wir könnten auch mit IPv4 noch weit mehr Computer adressieren, als wir es derzeit tun. Wenn nicht jede Menge Leute auf jeder Menger Adressen sitzen würden, die sie niemals nutzen, und bei denen man sich hartnäckig weigert, sie einfach neu zu vergeben. Schließlich kann man den Adligen ja nicht den Schatzkeller plündern. Das wäre ja gemein. Wen stört es da, dass jemand anders etwas wichtiges damit anfangen könnte? Ja, und wenn ich mir derzeit so anschaue, was mit IPv6-Adressen gemacht wird, dann fällt mir vor allem eines auf: Die IANA hat aus der Vergangenheit nämlich ganz genau gar nichts gelernt. Damals wurde mit riesigen Subnetzen nur so um sich geschmissen, und seit das Netz nun größer geworden ist, wird einfach mit noch größeren Netzen geschmissen. Schon per definition gehen für die fragwürdige Trennung in Prefix und Interface Identifier 64 bit Adressbreite drauf. Wird nur ein solcher Prefix pro Haushalt vergeben, und in den meisten Fällen werden es mehr sein, macht das immerhin 18446744073709551616 mögliche Computer pro Haushalt. Das entspricht dann auch so ungefähr dem, was der durchschnittliche Surfer so daheim rumstehen hat. 😉

In der Wikipedia heiß es „Typischerweise bekommt ein Internetprovider die ersten 32 Bit zugewiesen“. Macht 79228162514264337593543950336 Computer pro Provider. Mehr als das ganze Internet heute mit IPv4 aufnehmen könnte, nämlich 4294967296, würden wir jede IP belegen. Per defintion reservierte Bereiche werden dabei nicht berücksichtigt. Und was bei IPv6 so alles nicht berücksichtigt wird, das möcht‘ ich mir bei der unvorstellbar großen Zahl da ganz oben gar nicht erst ausrechnen.

„Wow, toll!“ liest man immer wieder: „Wir können jeden Kühlschrank ans Internet anschließen!“. Yupp, und wir bekommen genug Adressen zugeteilt, um jeden Kühlschrank ein paar Millionen mal ans Internet anzuschließen. Und sehr bald schon wird’s genau dazu kommen, dass keine IPv6-Adressen mehr zur Verfügung stehen. Und weil die IANA nichts gelernt hat, wird sie sich dann verwundert die Augen reiben, wo all die Adressen hin sind. Denn eines haben sie nicht bedacht: Meine 18446744073709551616 Kühlschränke geb‘ ich nicht mehr her. Schließlich waren die Teuer.

Wie man bei Google Books Anzeigelimit und Seitensperre umgeht

Kennt ihr das? Man will etwas bei Google Books recherchieren, und ausgerechnet die Seite, auf der das benötigte vermeintlich steht, ist nicht abrufbar? Zum Glück lässt sich das umgehen. Dazu braucht man nur ein Wort, das höchstwahrscheinlich auf dieser Seite vorkommt. Besser wenn es im restlichen Text nicht allzu häufig vorkommt, im Prizip ist das aber egal. Das gibt man dann links in die kleine Suchbox ein, und bekommt einen kurzen Ausschnitt um jedes Sucheregebnis herum angezeigt. Findet die Seite, die ihr braucht, und schreibt euch einen möglichst einzigarten Satz aus dem Schnipsel Wort-für-Wort ab. Den hackt ihr anschließend in eine neue Google-Suche (mit Anführungszeichen drum herum), und klickt das Sucherergebnis an. Voilà – Seite lesbar!